
Die JCVP wehrt sich gegen jeden Leistungs- und Qualitätsabbau im Bildungsbereich. Sparmassnahmen dürfen das Niveau der Ausbildungsgänge nicht tangieren. Die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler muss gewährleistet sein, denn ein sozial und finanziell schlechteres Umfeld darf kein Hindernis für eine gute Ausbildung sein. Das Schuleintrittsalter (1. Klasse) soll landesweit vereinheitlicht und auf 6 Jahre festgelegt werden. Der Bund soll dafür einheitliche Bildungsstandards definieren. Weiter sollen Doppelspurigkeiten und Leerläufe durch die Bildung eines eidgenössischen Bildungsdepartements abgebaut werden.
Volksschule:
Die JCVP unterstützt die Schaffung eines fächerübergreifenden, praxisorientierten Unterrichts mit Noten. Primäres Anliegen der Volksschule muss die Vermittlung von Basiskompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen) sein. Dazu gehören auch die Vermittlung von EDV-Kenntnissen und die Ausbildung in neuen Internet-Technologien. Neben der Intensivierung des Erlernens der Landessprachen muss auch der Englischunterricht gefördert werden. Zudem ist die Eingliederung fremdsprachiger Kinder ein Anliegen der JCVP. Dazu befürworten wir die Führung von Integrationsklassen. Die politische Bildung ist als Bestandteil der Allgemeinbildung zu vermitteln. Die Berufswahl und -beratung müssen auf die Berufe der Zukunft ausgerichtet sein.
Berufsbildung:
In der Berufsbildung muss die Chancengleichheit aller gewahrt sein. Die Berufslehre muss unter staatlicher Führung wieder eine Aufwertung erfahren und auf weitere Berufsfelder ausgedehnt werden. Um Anreize zur Schaffung von Lehrstellen zu fördern, müssen Unternehmen belohnt werden, welche eine für Jugendliche wertvolle und solide Ausbildung gewährleisten. Nicht zuletzt kann so der Jugendarbeitslosigkeit entgegengewirkt werden. Um die Weiterbildung zu fördern, unterstützt die JCVP Fachhochschulen und die Berufsmatura, welche eine praxisorientierte Alternative zum Bildungsweg Gymnasium/Universität gewährleisten sollen. Die berufliche Weiterbildung soll eine gleichwertige Stellung wie die akademische Ausbildung haben.
Mittelschule und Universität:
Um die Qualität unserer Mittelschulen sicherzustellen, müssen das Lehrangebot verbessert und die Selektionskriterien verschärft werden. Der Zugang zum Studium muss für alle gewährleistet sein und die Matura gilt als Zulassung zu den Studiengängen. Zwischen den (Fach-) Hochschulen und Universitäten muss der Wettbewerb intensiviert werden und die finanziellen Mittel sollen nach Qualitätskriterien verteilt werden. Es sollen vermehrt zinslose Darlehen statt Stipendien an Studierende vergeben werden. Wer die Regelstudienzeit über ein Jahr überschreitet oder im AHV Alter studieren will, muss die vollen Kosten für sein Studium selber tragen.
Der Bund muss die Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) effizient und effektiv nutzen. Die E-Government und e-Health Strategien müssen rasch umgesetzt werden. Wählen und Abstimmen über Internet soll möglich werden, die Bürokratie für Unternehmungen und Bürger soll mit Hilfe von ICT abgebaut werden und ICT muss in der Ausbildung stark verankert werden. Die ICT Infrastruktur muss landesweit in allen Regionen verfügbar sein. Die Bekämpfung der Internetkriminalität muss auf Bundesebene verbessert werden und die Armee soll Kompetenzen aufbauen, um die Schweiz auch vor Angriffen aus dem Cyberspace zu schützen. Urheberrechtsabgaben müssen auf das europäische Niveau gesenkt werden, der effektiven Nutzung der Werke entsprechen und Mehrfachbelastungen müssen verhindert werden.